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Unterwegs auf der Great Ocean Road!!!

Liebe Gruesze aus dem wunderschoenem Melbourne!!!

 

So, nun ist der ganze Trip wirklich vorbei. Gestern bin ich in Melbourne angekommen. Auch die letzten Tage auf der beruehmten Great Ocean Road waren total schoen!!! Die Great Ocean Road ist beinahe 300 kilometer lang und verlaeuft, wieder der Name schon andeutet, an der Kueste des Bundesstaats Victoria. Gebaut wurde sie 1919 von heimgekehrten Soldaten aus dem erstem Weltkrieg und 1932 fertig gestellt. Heute gehoert es zu den groeszten Sehenswuerdigkeiten Australiens und das auch zu recht!  Aber nun erstmal alles von vorne...

 

Also am Dienstag ging es schon sehr frueh in Adelaide los. Wieder fuhren wir in einem kleinem Bus, doch der Tourguide war diesmal eine junge Frau aus Wales, einst Backpacker. Die Gruppe war auch nett, leider fast nur Deutsche und Schweizer. Versteht das nicht falsch, alle waren sehr nett und besonders die Schweizer, das Problem ist einfach nur, dass dann praktisch ausschlieszlich deutsch gesprochen wird. Daher haben die deutschen Backpacker unter anderen Backpacker keinen so guten Ruf. Viele Deutsche machen es sich hier wirklich sehr leicht - da hier ja nur mal so viele deutsche Backpacker sind, (ist Deutschland eigentlich leer???????), neigen viele dazu, auch nur deutsch zu sprechen. Davon mal abgesehen, dass von vielen dadurch das englisch selbst nach Monaten einfach unmoeglich schlecht ist, ist es fuer andere Menschen, die kein deutsch verstehen, eine total bloede Situation und viele fuehlen sich ausgeschlossen. Unter Backpackern gilt eigentlich das ungeschriebene Gesetz, wenn zu einer Gruppe nur einer kommt, der die Sprache nicht versteht, wird sofort fuer denjenigen englisch gesprochen. Und gerade die deutschen Backpacker sind hier dafuer allgemein bekannt, selten oder ueberhaupt keine Ruecksicht zu nehmen. Ich finde so ein Verhalten absolut scheisse, um es mal deutlich auszudruecken. Wie oft musste ich andere daran erinnern, dass mein Freund Ire ist und von dem Gespraech hier kein Wort versteht. Absolut unmoeglich. Ich erlebe es ja selbst, wenn ich zu Schweden oder Hollaendern gehe und die in ein Gespraech vertieft sind, wird sofort in Englisch gesprochen, auch wenn sie nur unter sich kurz was ganz anderes abklaeren... das ist gar kein Thema! Warum muessen die Deutschen sich hier eigentlich so auffuehren????

Hach, ihr seht, mich regt das schon ziemlich auf und habe hier wahrscheinlich zuviel ausgeholt...aber es musste auch mal raus! Unverschaemt! Naja und wie gesagt, auf diesem Trip waren bis auf 2 Englander und 2 Hollaenderinnen nur Deutsche und Schweizer und was war??? Ja richtig, es wurde nur und absolut nur deutsch gesprochen. Da waren sogar Situatioen wie, wir alle setzen uns an einen Tisch und essen und der eine Englaender kommt herueber uns setzt sich zu uns, um wahrscheinlich auch einfach freudlich zu sein und uns kennenzulernen und was ist? Es wurde ausschlieszlich deutsch gesprochen ohne irgendwelche Bemuehungen, den Englaendern irgendwie ins Gespraech einzubinden. Selbst als ich die anderen aufmerksam gemacht habe..."Hallooooooooo, hier ist ein Englaender, der gerade ueberhaupt nichts verstehen kann"......2 Saetze auf englisch und wieder wurde in deutsch geredet. Seht ihr wie unhoeflich das doch ist?? Hach ich koennte mich jetzt noch Stunden darueber aufregen und hab nun schon viel zu viel ueber das Thema geschrieben, aber nun habt ihr etwas darueber erfahren, wie hier der Ruf von deutschen Backpackern unter anderen Backpackern in Wahrheit ist. Da muss man sich echt schaemen!

 

Aber genug davon! Nebenbei gemerkt, ich versuche ausschlieszlich englisch zu sprechen, ein Grund, warum ich es mittlerweise flieszend wie deutsch spreche. Uebung macht den Meister.

 

So, also es ging in Adelaide los. Der erste Halt war in einem Park, in dem es die einzigen weiszen Kaengurus Australies gibt! Und zwar hatte es in den 1960ern Jahre einmal ein weiszes Kaenguru gegeben, das einzige weisze ueberhaupt, dass man je gesehen hatte. Es wurde eingefangen und gezuechtet, sodass es mittlerweise in diesem Park ganz viele weisze Kaengurus gibt. Angeblich hatte dieses erste Kaenguru einen Genfehler, wenn man von Fehler sprechen kann. Es war wirklich ein total komischer Anblick, aber die sind echt unheimlich suess, besonders die weiszen Babykaengurus!!! Die will man einfach nur knuddeln!

 

Dann ging es weiter in den National Park "Grampians", der groezte in Victoria. Dort waren wir in den Bergen wandern und haben uns Wasserfaelle angeguckt, total schoen. Unten im Tal gab es eine kleine Stadt, wir wuerden wahrscheinlich eher Dorf sagen, aber naja, und dort haben wir auch in einem sehr nettem Hostel uebernachtet. Das besondere an diesem Park sind nicht nur die beeindruckenden Berge und die riesigen Waelder, sondern auch das "Wildlife". Daher ist auch die Stadt im Tal relativ bekannt, da dort ueberall und wirklich ueberall auf den Straszen, auf Spielplaetzen oder in den Garten viele Kaengurus und Wallabies unterwegs sind!!! Total krass. Die laufen da rum, als waere es das Normalste  der Welt! Von den Menschen lassen die sich schon laengst nicht mehr stoeren, haben sich daran gewoehnt und man kann auch realtiv nahe herankommen und tolle Fotos machen, aber anfassen und sogar streicheln lieszen sie dann doch nicht zu. Das war alles total komisch, doch dort ganz normal - kein Australier bleibt mehr stehen und schreit wie ich "Guck mal, ein Kaenguru!!!!!!!!!!!!!!!Wie geil!!!!!!!Guck mal, guck doch mal!!! Wie suess!!! Es huepft!!!!! Wie geil!!!!!!". Warum auch, da sind ueberall welche und huepfen einfach ueber die Strasze. Sehr interessant war auch zu hoeren, warum das Kaenguru eigentlich Kaenguru heiszt. Es war naemlich so, als die weiszen Pioniere damals nach Australien kamen und dieses huepfende Geschoepf sahen, was sie zuvor noch nie ihr Leben land gesehen haben, fragten sie die einheimischen Aboriginies, wie diese komischen Tieren denn hieszen. Diese sagten "Kaenguru" und alle Weiszen erzaehlten diesen Namen der komischen huepfenden Tiere herum und erst Jahre spaeter fand man heraus, dass Kaenguru eigentlich heiszt " Weiszer Mann, ich versteh dich nicht."

 

Jaja, also wir haben eine Nacht in dem National Park verbracht, sind den naechsten Tag auf den hoechsten Berg gewandert (eine Tortour!), den wunderschonen Ausblick auf die Landschaft genossen (tolle Waelder!) und sind endlich auf die Great Ocean Road gefahren. Die Great Ocean Road ist wirklich total schoen. Das Meer hier har ein ganz anderes Blau, als das tuerkise Blau des Great Barrier Reefs oder um die Whitesundays zum Beispiel. Hier ist das Blau...wie soll ich das beschreiben...unheimlich tief und sehr kraeftig, schwer zu beschreiben, aber jedenfalls sehr schoen. Auszerdem ist der Meergeruch einfach fuer mich eines der schoensten Gerueche ueberhaupt. So fuhren wir an den Straenden oder den hohen Klippen vorbei und genossen die einmalige Schoenheit. An der Great Ocean Road gibt es mehrere Sehenswuerdigkeiten, von denen nur eine wirklich bekannt ist ("Twelve Apostel", die anderen jedoch nicht weniger schoen sind! Da war zum Beispiel die "London Bridge", ein Stein, der genau so aussieht wie eine Bruecke und ins Meer reinragt, sodass man frueher auf dieser "Brucke" noch gehen konnte und von da aus ins tobende Meer schauen konnte. Doch erst in den 90er Jahren ist der eine Teil der "Bruecke" eingestuerzt und somit nicht mehr begehbar. Dennoch von der anderen Seite sehr schone anzusehen. Bei dem Einsturz damals waren uebrigens gerade 2 Menschen darauf und sind mit eingestuerzt, aber mit dem Leben davongekommen. Durch den Vorfall sind nur leider Gottes die Ehepartner hinter die Affaire, die die zwei Ueberlebenden hatten, dahinter gekommen, als diese ueberall in den australischen Medien zu sehen waren.....schon irgendwie sehr lustig. Wie das Leben so spielt!

 

Naja jedenfalls gab es nocht viel mehr zu sehen wie "die Grotte" oder ein Teil Namens "Shipwreck Coast", da hier in der Geschichte 80 Schiffe untergegangen sind. Sehr gefaehrliche Klippen gibt es dort.

Dann haben wir aber endlich endlich die "Twelve Apostel" gesehen, die meist fotografierte Touristenattraktion neben dem Uluru!!! Mein Highlight dieses Trips und ein absoluter Wunsch von mir! Dabei haben wir uns die Zwoelf Apostel beim Sonnenuntergang angeguckt, einfach wunder wunderschoen!!! Es ist wirklich einfach beeindruckend davor zu stehen und sich die riesigen im Meer stehenden Felsen anzugucken....wer nicht weisz, wo von ich spreche, schaue sich dies sofort bei google an!!! Interssant und eigentlich traurig ist, dass seit den 2000er fast jedes Jahr einer einstuerzt und somit mittlerweise nur noch 7 Apostel in Wahrheit da sind, der Name ist jedoch geblieben. Das heiszt wahrscheinlich, dass ich meinen Kinder spaeter erzaehlen kann, dass ich das tolle Glueck hatte, die Zwoelf Apostel noch gesehen zu haben, sie aber leider diesen wirklich schoenen Ort so nicht mehr sehen werden. Daher, es eilt, wer sie noch zu Gesicht haben will!!!!

 

Die naechste Nacht haben wir in einem Strandhaus geschlafen, dass war wirklich sehr cool! Am naechstem Tag sind wir noch weiter auf der Great Ocean Road gefahren, haben hier und da gehalten. Dann haben wir noch einen Spaziergang durch den anliegenden Regenwald gemacht, das war wirklich klasse. Ich wusste gar nicht, dass es hier unten in Victoria ueberhaupt Regenwaelder gibt! Ich dachte, die waeren nur in den Tropen, aber man lernt ja immer wieder was Neues. Dieser war ein gemaeszigter Regenwald. Man erkannte schon einen deutlichen Unterschied zu den Regenwaeldern oben in Queensland in den Tropen, aber auch dieser war wild und gruen und roch unheimlich schoen! Es ist wirklich ein witziges Gefuehl in einem Regenwald zu stehen. Es kommt kaum Sonne durch, sodass es unten fast richtig dunkel ist. Auszerdem ist es auch unheimlich still und die Luft ist ganz feucht. Die Pflanzen und Baeume waren wirklich schoen, einige sogar 600 Jahre alt. Eine Pflanzenart, die da war, braucht fuer 1 meter 200 Jahre zu wachsen...Wahnsinn oder?? Manche Baumstaemme waren soo dick - teilweise an die 4 meter dick!!! Unglaublich davor zu stehen!!!!

Als wir weiter gefahren sind, sind wir durch Eukalyptus Waelder gefahren und ich habe zum erstem Mal, meine ersten Koalas in freier Wildbahn gesehen!!!!!!!!! Total cool!!!!! Die hingen ueberall in den Aesten und schliefen, voll gedroehnt von dem Eukalyptus, was wie eine Droge wirkt. Daher schlafen sie so viel und essen ausschlieszlich Eukalyptus. Wenn keiner da waere, wuerden sie sogar verhungern. Diese Tiere sind echt total suess!!! Ich haette sie alle mitnehmen koennen!!!

 

Dann kamen wir am Abend in Melbourne an! Was fuer eine Stadt! Ich liebe Melbourne. 3,8 Millionen Menschen, also diesmal wirklich eine Groszstadt. Ja, Melbourne hat wirklich ihren eigenen Charme!

So, aber es gibt noch eine kleine Anekdote und ihr werdet wahrscheinlich lachen, wenn ihr den vorherigen Eintrag gelesen habt.....ihr glaubt nicht, was mit natuerlich wieder passiert ist.....

Ich habe doch eine neue Kamera gekauft...in Adelaide...Nachdem ich ganz viele tolle Fotos machen konnte, springt dieses scheiss Geraet ploetzlich nicht mehr an und nichts geht mehr!!! Ich glaubs einfach nicht!! Ich habe nun herausgefunden, dass es aber diesmal an der Karte liegt und nicht selbst an der Kamera. Die Kamera geht also praktisch, nur die Karte mit all den schoenen Fotos ist hin!!! Also, kann ein Mensch eigentlich so viel Pech mit Kameras haben??????? Ich fasse es einfach nicht!!!!!!!

 

Naja, wie auch immer. Jetzt hier in Melbourne werde ich erstmal meine alte Gastfamilie besuchen. Ich 2005 schon einmal ueber einen Schulaustausch hier, eine tolle Zeit! Die wissen jedenfalls mittlerweile, dass ich im Lande bin und wir wollen uns heute Abend treffen....das wird ein Wiedersehen

 

Also, das waren meine Erlebnisse von der Great Ocean Road!

Ich hoffe, euch allen geht es gut und ihr genieszt den Fruehlingsanfang!!!!!! ( Hier wird es jetzt Herbst und eindeutig kuehler....).

Also ganz ganz liebe Gruesze und fuehlt euch gedrueckt

Eure Vicky!

27.3.09 04:38


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6 Tage Outback!

Liebe Gruesze aus Adelaide!!!

Nach 6 Tagen Camping im Outback melde ich mich wieder zurueck!!! Um es gleich vorweg zu sagen - war das geil!!! ich haette nicht gedacht, dass das so eine gute Zeit wird...einfach der Hammer!!!

Aber nun alles von vorne...also ich spreche gerade von meiner sechstaegigen Tour von Alice Springs zum 1600 kilometer entferntem Adelaide im Bundesland South Australia, also ganz unten. Letzten Dienstag holte uns der in die Jahre gekommene Sunnyboy Stevo mit dem kleinem Bus von unseren Hosteln aus Alice Springs ab. Die Gruppe war sehr nett, 19 Leute. Interessanterweise viele Schweizer. Dann gings los! Die Stimmung war gut, die Plaene waren grosz, der Alkohol wurde gekauft. Der erste Campinghalt war beim Kings Kanyon! Was fuer ein Ort! Uebrigens von all dem, was jetzt noch kommt, war der Kings Kanyon mein absolutes Highlight! Aber erstmal wurde nach 6 Stunden Autofahrt das Camp eingerichtet und alles ausgepackt. Wie ich ja schon in meinem vorherigen Eintrag angedeutet habe, hasse und verabscheue ich ja eigentlich zu tiefst das bloede Camping. Sowas unnoetiges! Aber, man hoere, ich habe meine Meinung nun geaendert - allerdings in spezieller Hinsicht! Dieses Camping war absolut geil, einfach weil die Ausruestung so gut war! Jeder bekam erstmal einen Sleeping bag, wo sogar eine duenne Matraze drin war, dazu gab es noch einen Schlafsack. So war es richtig bequem, schoen kuschelig warm. Man wird es nicht glauben, aber ich glaube ich habe noch nie so gut geschlafen...ich kann es selbst nicht ganz glauben, aber es stimmt. Dazu muss man wissen, wir haben unterm freiem Himmel am Lagerfeuer geschlafen - der Sternenhimmel war einfach wunderschoen!!! So konnte man erstmal die Sterne beobachten ( ich habe 2 Sternschnuppen gesehen!!!) und langsam einschlafen. Hach, das war schoen. Auszerdem kann man nachts die Dingos heulen hoeren! Am naechstem Tag gings dann zum Kings Kanyon. Um die groszen Schluchten auch genau betrachten zu koennen, waren wir also wandern. Ja, genau.....wer mich gut kennt, weisz, dass Caming und Wandern so ungefaer zu den groszten Dingen gehoert, die ich absolut und vom ganzem Herzen hasse!!!Aber nun gut, da musste ich durch, schlieszlich gabs ja auch was zu sehen. Und verdammt noch mal, es war auch wirklich hart!!! Der Aufstieg war oft ziemlich steil und vor all Dingen ziemlich gefaerlich, man musste mehr klettern als wandern. Dafuer hat aber der Ausblick alles entschaedigt!!!!! Wenn man dann endlich oben steht, in die tiefen Schluchten und ins weite Outback schaut, das ist einfach ein wahnsinniges Gefuehl!!! Zwischen den Schluchten war ein Wasserloch, da waren wir dann alle schwimmen, eine sehr nette kuehle Erfrischung, wie neugeboren danach. Als wir dann wieder auf die andere Seite aufstiegen, ist es dann passiert - hier muss ich kurz einwenig ausholen! Aaalso, ich habe schon seit Monaten, wie ich jedenfalls zu dem Zeitpunkt dachte, mein Aufladegeraet fuer meine Kamera verloren. So konnte ich meine Kamera nicht mehr benutzten ( Habe Fotos von anderen auf CD gezogen) und habe eine Eeeewigkeit nach dem passendem Aufladegeraet gesucht. Doch kein Geschaeft weit und breit hatte dieses Aufladegeraet. Anscheinend eine sehr deutsche Marke. Also haben mir sogar meine Eltern das Aufladegeraet in Deutschland gekauft und im Paket nach Australien geschickt - doch dieses Paket kam nie an! So, dann habe ich aus reinem Zufall beim Packen fuer diesen Trip mein Aufladegeraet in meiner Schuhtasche gefunden - ihr glaubt gar nicht wie gluecklich ich war!!!!!!!!!! Ich hab mich soooo sehr gefreut, denn ich hab schon befuerchtet, von meinem geilem Trip keine Fotos machen zu koennen. Also endlich nach Monaten wieder eine Kamera zur Hand zu haben bin ich nun auf diesen Trip los und bei der ersten Sehenswuerdigkeit passiert was????????????????????????????????? Natuerlich. Ich bin gestolptert und die Kamera war hin.

Ihr glaubt gar nicht wie niederschgeschlagen ich war!!! Gerade noch im absolutem Gluecksgefuehl eine Kamera wieder zu haben und dann sowas! Natuerlich habe ich geheult.

Naja, das war so eine kleine Anekdote aus meinem Leben. Ich habe mir uebrigens heute in Adelaide eine neue Kamera gekauft. Nur 98 Dollar also so 50 Euro. Ich habe fuer meine deutsche Kamera 120 Euro(!!!) bezahlt. Ja, elekronische Waren sind hier viel billiger!

Danach fuhren wir wieder so um die 5 Stunden zum beruehmten Uluru (Ayers Rock). Ich war super aufgeregt endlich davor zu stehen, schlieszlich ist es das Wahrzeichen Australiens. Der grosze rote Stein, den jeder sofort mit Australien in Verbindung bringt und ich stand ploetzlich davor! Einfach ein unglaublicher Moment. Wir waren zweimal da und haben uns den Sonnenaufgang ( das hiesz dann 4.45 Uhr aufstehen, juchee)und den Sonnenuntergang angeguckt und beobachtet, wie der Uluru seine Farben veraendert...einfach stark! Interessant war wirklich, dass jeder von uns richtig das Gefuehl hatte, auf einem heiligem Ort zu stehen. Ein ganz eigener Zauber umgibt den Uluru, den jeder auf unerklaerlicheweise spuerte, ob religoes oder nicht, jeder von uns hatte eine Gaensehaut.

Dann haben wir uns noch die Kata Tjuntas ( besser unter dem Namen "Olgas" bekannt). Auch sehr sehr beeindruckend. Kata Tjuntas heiszt uebersetzt "viele Koepfe" und genau so siehts auch aus. Es ist ein groszer roter Stein mit vielen roten "Koepfen" auf sich. Da ich natuerlich sehr vom Glueck verfolgt bin, ist auch gleich das naechste Unglueck mitten im Aufstieg passiert: Mein einer Schuh ist komplett kaputt gegangen, da war nichts mehr zu machen. Also musste ich die 4 Stunden Wanderung auf Socken antreten, eine absolut schmerzhafte Angelegenheit! Ich war zwischendurch den Traenen nahe!!! Aber ich wusste, ich konnte mich auch gar nicht irgendwo halb tot niederlegen - da konnte einfach keine Hilfe hinkommen, jedenfalls nicht so einfach, zwischen den Kata Tjuntas. Also musste ich die Zaehne zusammen beiszen. Im nachhinein muss ich aber sagen, wer ist schon mal mit Socken durch die Kata Tjuntas gelaufen???

Das Essen war uebrigens unheimlich gut, lange nicht mehr so gut gegessen. Die Campingplaetze hatte alle Kuechen und so haben wir Tortellini, Gnocci, Wraps gegessen und einmal haben wir auch gegrillt. Zwischendurch gabs immer irgendwelche Snacks. Ja, Stevo hat sich wirklich richtige Muehe gegeben!

Ansonsten waren wir dann noch in Coober Pedy. Coober Pedy gehoert zu den seltenen Orten, in denen die Mensche in Hoehlen unter der Erde leben. Ja richtig, unter der Erde. Coober Pedy ist naemlich eine alte Opal Mine, uebrigens bis heute und sogar die groeszte Opalproduktion der Welt. 80 Prozent des weltweiten Opals kommt aus Coober Pedy. Da es im Sommer in Coober Pedy aber unglaublich heisz wird (50 Grad), begannen die Menschen, einfach in den Minen zu schlafen, in denen es ganzjaehrig immer so um die 20 Grad sind. Mitterweile sind das richtig normale Wohnungen geworden. Ich war in welchen drinnen und habe auch selbst fuer eine Nacht in einer geschlafen und muss sagen bis auf die Waende, an denen man ganz klar den Stein der Hoehle sieht, gibt es keinen Unterschied. Es gibt Bilder an der Wand, Fernseher, Badezimmer.....alles ganz normal, nur alles unterirdisch. Uebrigens ist Opal ein sehr sehr schoener, aber auch sehr sehr teurer Stein.

Nach sechs Tagen und noch anderen Abstechern und Wanderungen sind wir dann in Adelaide angekommen. Adelaide ist einfach klasse! Fuer australische Verhaeltnisse gibt es hier viele "alte Gebaeude" und alles in einem sehr brittischem Stil. Heute hatte ich hier einen Tag Aufenthalt bevor es morgen zu meinem naechsten dreitaegigen Trip auf der Great Ocean Road nach Melbourne geht. Ich bin ganz begeistert von Adelaide und muss sagen, allein nur vom Aussehen ist es neben Melbourne die schoenste Stadt Australiens. Viele alte Gebaeude, viel gruene Parks (der botanische Garten ist wirklich sehr eindrucksvoll!!) und immer eine frische Meerbrise um die Nase.

So, das war mein Trip im Kurzformat, so kommt es mir jedenfalls vor....es gibt noch so viel mehr zu erzaehlen. Ich hab wirklich so viel gesehen und erlebt in diesen sechs Tagen, das ist alles schwer wiederzugeben...sehr interessant war vor all Dingen mehr ueber die Kultur der Aboriginies zu erfahren...warum sie nicht gerne in einem Spiegel schauen oder warum sie nicht fotographiert werden wollen...alles sehr sehr interessant, aber erzaehle ich dann alles, wenn es euch interessiert!

Morgen geht es wie gesagt auf nach Melbourne im Bundesland Victoria, ganz unten rechts.

 

Liebe liebe Gruesze!!!

Eure Vicky!

 

23.3.09 12:35


Das Rote Herz Australiens!

Liebe Gruesze aus Alice Springs!

Nach 26 Stunden Zugfahrt bin ich eeeendlich in Alice Springs angekommen. Die Zugfahrt war lang, aber ueberraschend angenehm. Ich bin mit "The Ghan" gefahren, benannt nach den arabischen Kameltreibern, die damals mit den Pionieren versucht haben, den Kontinent zu durchqueren - damals ein schwieriges Unterfangen, in dem viele einen qualvollen Tod in der Wueste fanden und heute geht das ganz einfach. Aber auch diese Zugstrecke gibt es erst seit einigen Jahren und ist auch fuer Australier noch was ganz Neues. Der Zug hatte echt einiges zu bieten, aber eher fuer Leute mit Geld. Dann haette man sogar ein eigenes kleines Zimmer mit Doppelbett und Couch. Aber naja, man kann ja nicht alles haben. Das Zugrestaurant habe ich mir trotzdem einmal gegoennt! Einen Zwischenstopp gab es in Katherine - eine der groeszten Staedte des Northern Territory und hat ganze 7000 Einwohner...also genau so grosz wie Reppenstedt. Was man hier Staedte nennt, da muss man sich doch immer wieder wundern...naja.

Wirklich interessant war der starke Wandel: Man faehrt durch die Tropen, alles gruen und wild bewachsen und langsam geht es in immer mehr Trockenheit ueber und die rote Wueste beginnt. Das waren wirklich ganz tolle Bilder. Hier im Zentrum Australiens, eben Red Centre genannt, gibt es kilometerweit eigentlich nichts!! Komischerweise gibt es aber ueberall mal ein Autowrack. Ansonsten das reine Nichts. Sand, Steppe, ausgetrocknete Fluesse, wilde Kuehe oder Pferde, ab und zu vielleicht mal ein Haus. Eine sehr einsame Gegend. Und ploetzlich taucht da eine Stadt auf, mitten in der Wueste! Alice Springs, 30 000 Einwohner, diente urspruenglich als Telegraphen Station, um mit Darwin Kontakt zu halten.

Ich konnte mir zuerst so ueberhaupt nichts unter dieser Stadt vorstellen. Ich meine, die naechsten wirklich groszen Staedte Adelaide im Sueden oder Darwin im Norden liegen beide 1600 Kilometer entfernt. So weit ab vom Meer, so weit ab von der Landwirtschaft...wie soll so eine Stadt denn gut versorgt werden, kann man da ueberhaupt normal leben??? - und ich stelle nun fest, ja man kann. Es gibt hier alles, was es in anderen Staedten auch gibt: Supermaerkte wie Cooles oder Woolworth (die beiden groszen und billigen Ketten Australiens), Kino, Schulen, Krankenhaus, Videothek, Mc Donalds, Subways&Co....also es fehlt eigentlich an nichts. Wie es hier mit dem Ausgehen so ist, weisz ich allerdings noch nicht. Vielleicht findet ihr das alles grad gar nicht interressant, kann gut sein, aber ich find das alles total irre. Und das alles in der Wueste! Das beste vom Ganzem ist: Ich bin raus aus den Tropen!!!!!Juhuuuu! Echt unertraeglich! Ich frag mich, wie Leute da ueberhaupt leben koennen. Ja es stimmt schon, man gewoehnt sich da immer mehr dran, aber trotzdem, man schwitzt und schwitzt und schwitzt und das ungelogen vom Nichtstun! Schon wenn man drauszen nur sitzt, auch im Schatten...einfach ekelhaft! Hier in Alice Springs ist es auch echt warm, also eigentlich heiss, aber das ist eine trockene Hitze, viel viel angenehmer!!! Die Luft atmet sich auch ganz anders! Hach ein Traum...

Alice Springs muss man aber auch sagen ist keine Schoenheit. Wie gesagt, sie wurde mitten in der Wueste geschaffen und kann natuerlich nicht so wunderschoen sein wie unser Lueneburg, hat aber dennoch ihren eigenen Charmel. Ich mags. Und, auch wenn es alles gibt wie in anderen Staedten auch, sieht es nicht aus wie andere Staedte, da kommt die Wueste schon durch. Sei es das alle Baume total ausgetrocknet sind, die Gaerten kaum gruen sind, die Erde ueberall trocken ist...alles sehr trocken.

Also, ich hoffe ihr habt einen guten Eindruck bekommen. Morgen werde ich erstmal alles genau auschecken hier. Ich guck mir auf jeden Fall die Royal Flying Doctor Service an. Diese Organisation von Aertzen kuemmert sich um Krankenfaelle im Outback. Ich wusste gar nicht, dass ganze 36000 Menschen hier im Ouback oder auch "isolated areas" genannt. Die einzelnen Farmen liegen teilweise 100te von Kilometern voneinander entfernt, das koennen wir uns gar nicht vorstellen! Wenn es also irgendwo in der Pampa zu einem Unfall oder dergleichen kommt, kommen die "fliegenden Aertzte"!

Auszerdem will ich mir "The school of air" angucken. Wie gesagt, manche Menschen leben weit weit in der Einsamkeit und derren Kinder muessen ja auch irgendwie was lernen, werden aber auch auf Farmen gebraucht. Also gibt es  "Funk-Unterricht". Ja richtig, diese Kinder werden per Funk unterrichtet. Total komisch oder?? Ob man so ueberhaupt was lernen kann, frag ich mich! Ich kann mir darunter gar nix vorstellen, deshalb schau ichs mir mal an.

So, das sind so einpaar Plaene fuer morgen. Ansonsten gehts am Dienstag dann endlich zum Uluru!!!!! Ich freu mich riesig!!!(Wenn nur das Campen nicht waere.............)

 Also, viele liebe Gruesze aus dem Rotem Herzen

Die Vicky!

15.3.09 09:02


In Darwin liegt der Hund begraben.

Hallihallo meine Lieben

Also, ich bin gut in Darwin angekommen. Der Flug von Cairns dauerte sogar nur 2,5 Stunden, also kaum der Rede wert, wenn man an meine langen Busfahrten denkt. Wirklich sehr entspannt. Mit dem Bus waere ich locker 24 Stunden gefahren, wahrscheinlich sogar noch viel laenger! Darwin liegt am sogenannten Top End, im Bundesstaat "Northern Territory" und ist die Hauptstadt dessen. Obwohl auch hier Regenzeit herrscht und es die heftigen Monsunregen gibt, ist es momentan tagsueber sehr sonnig und erst am Nachmittag faengt es an zu regnen. Das ist natuerlich ganz angenehm, aber gerade heute ist es echt bruetend heisz, kaum auszuhalten.

 

So, um von Anfang an ehrlich zu sein, Darwin ist nicht gerade die beste oder schoenste Stadt Australiens und ich bin schon ein bisschen enttaeuscht. Schlieszlich ist es Hauptstadt dieses Bundesstaates. Aber um es kurz und buendig auszudruecken, hier liegt echt der Hund begraben. Also, ich bereue nicht hierhergekommen zu sein, denn so kann ich immerhin mitreden und sagen ich war am Top End Australiens, aber ein zweites Mal werde ich hier nicht erleben. Es ist recht klein, hat dieselbe Einwohnerzahl wie unser Lueneburg und bis auf die Stadtmitte, in der es immerhin einige Hochhaeuser gibt und mehr den Anschein einer Stadt weckt, wirkt es darum mehr wie angereihte Siedlungen, die teilweise durch kleine oder grosze Suempfe getrennt werden. Als ich hierher geflogen bin, sah es von oben auch ganz nett aus. Im noerdlichen Northern Territoy gibt es sehr viele Sumpflandschaften, das sieht wirklich ganz phantastisch aus, dass will ich gar nicht bestreiten! Was mich eher stoerte, ist, als ich ankam und meine erste Erkundungstour im Stadtzentrum machen wollte und schon um 4 Uhr nachmittags sprichwoertlich alle Buergersteige hochgeklappt waren. Geschaefte hatten bis auf die groszen Supermaerkte alle zu, keine Menschenseele war zu sehen, die reinste Geisterstadt - dagegen ist in Luechow - Dannenberg Rambazamba!! So habe ich mich zwar ein bisschen umgeguckt und hier und da ein Foto gemacht, aber viel zu sehen gab es auch nicht. Darwin ist nicht gerade schoen. Das kann natuerlich an daran liegen, dass Darwin einige Male fast voellig bis auf den Erdboden zerstoert wurde, sei es der Bombenangriff der Japaner 1942 oder der maechtige Zyklon "Tracy" in den 60ern, der die ganze Stadt einfach wegfegte. So gibt es hier so ziemlich ueberhaupt keine alten Gebaeude oder so, ich meine, davon gibt es durch die junge Geschichte Australiens sowieso kaum welche, aber hier gibt es echt gar keine. Alles wurde neuerbaut und wahrscheinlich auch ziemlich schnell und notduerftig. Darwin ist auszerdem die Stadt mit den meisten Blitzeinschlaegen der Welt! Bevor Beginn der Regenzeit gibt es hier andauernd Blitzeinschlaege und dem zu Folge schwere Unfaelle. Immerhin kann man in Darwin nie wirklich frieren, denn die kaelteste Temperatur ueberhaupt liegt hier im Winter bei 19,5 Grad. Hat natuerlich auch seinen Charme.

 Heute habe ich auch nicht viel gemacht, nicht viel Geld und viel zusehen gibt es schlieszlich nicht. Na gut, natuerlich liegt hier bei Darwin der groszte Nationalpark Australiens, der beruehmte "Kakadu Park", von dem bis jetzt alle, mit denen ich gesprochen habe, total begeistert waren, aber ich habe das Geld leider nicht. Man kann auch nicht alles machen, das ist schon ok! 

Am Samstagmorgen gehts dann zum Bahnhof - meine Zugfahrt nach Alice Springs beginnt!

Also, die liebsten Gruesze aus Darwin!!!!!!

Eure Vicky

12.3.09 07:42


Die Reise geht weiter - von Darwin nach Melbourne!

Es gibt neue Plaene!

So, nun gibt es den dritten Eintrag fuer heute, aber dann habe ich alles erzaehlt! Und zwar gibt es neue und vor all Dingen grosze Reiseplaene, die ich hiermit verkuende:

Und zwar werde ich diesen Mittwoch zunaechst einmal nach Darwin fliegen. Ja, fliegen, diesmal kein Bus, da wuerde ich wieder 24 Stunden oder so fahren, da habe ich diesmal keine Lust zu. Auszerdem ist fliegen billiger. Also, ich fliege nach Darwin ( ganz oben mittig ) und dort bin ich dann fuer so zwei Tage. Dann beginnt mein eigentlicher Trip. Das alles was jetzt kommt ist naemlich ein Trip fuer 1100 Dollar, also so 600 Euro. Klingt erstmal viel, aber fuer das was man sieht und wo man ueberall rumkommt, ist das ein echtes Schnaeppchen! Und zwar nehme ich in Darwin den Zug durchs Outback nach Alice Springs, eine Stadt mitten in der roten Wueste. Dort bin ich dann fuer einen Tag. Danach schaue ich mir den Uluru (Ayer's Rock), die Olgas und noch irgendwas an und gehe dabei Campen. Wer mich kennt, weisz, dass ich Campen eigentlich hasse, wer mich noch genauer kennt, weisz, dass ich beim letzten Mal nachts geheult habe, aber, was solls, eine andere Wahl habe ich nicht und auszerdem sehe ich das Wahrzeichen Australiens, da muss ich halt durch. Danach gehts suedlich nach Adelaide, wo ich auch irgendso eine Tour mache und auch einen Tag Aufenthalt in Adelaide habe. Danach gehts auf der Great Ocean Road an den zwoelf Aposteln vorbei ( das sollte man sich, wer sie nicht kennt, unbedingt bei google mal anschauen!) nach Melbourne! Ihr seht, ich komme wirklich viel rum und eine wirklich lange lange Strecke liegt vor mir, aber ich freue mich darauf!!! Danach habe ich bis auf Perth, alle Groszstaedte Australiens gesehen und habe so ein Ziel fuer das naechste mal Australien (natuerlich komme ich zurueck!). Dann in Melbourne kann ich endlich meine alte Gastfamilie besuchen. Wer sich erinntert, ich bin 2005 schon einmal in Australien gewesen. Damals war es ein Schueleraustausch, ich bin hier zur Schule gegangen und habe in einer sehr herzlichen griechischen Familie gelebt - eine tolle Zeit! Jedenfalls, die wissen immer noch nicht, dass ich ueberhaupt hier bin, das wird also alles eine grosze Ueberraschung, wenn es ploetzlich an der Tuer klingelt!

 

So, das ist der Plan! In Melbourne bleibe ich dann bis zum Ende meines Australienaufenthalts - Melbourne ist eine tolle Stadt. Ja, das Ende meiner Reise tritt nun immer naeher.... ein wirklich komisches Gefuehl, schlieszlich bin ich nun seit 8 Monaten hier und seit 7 Monaten mit meinem Irren zusammen, all das wird bald vorbei sein. Ich freue mich aber schon tierisch wieder nach Hause zukommen und euch alle wiederzusehen, dann wird erstmal Party gemacht! Ihr fehlt mir alle wirklich sehr...

Dennoch ich liebe dieses Land, so anders und fremd und wurde dennoch nun irgendwie zu einem zu Hause fuer mich.

Aber erstmal liegt nun mein Trip vor mir - bis auf das Campen, kann ich es wirklich kaum erwarten!!!

Also, es gab viel Neues zu lesen, ich hoffe es hat euch gefallen!

Liebe liebe Gruesze von eurer Vicky machts gut

 

P.S.: Ach was ich noch erzaehlen muss, ihr glaubt gar nicht, wen ich getroffen habe...hier in Cairns! Wer sie kennt: Ich habe doch tatsaechlich Katharina Janz aus meinem altem Jahrgang getroffen!!!! So klein ist Australien...man man man!

9.3.09 09:45


The Great Barrier Reef!!!!!!!!!!!!!!!

Hallo hallo

Dieser Eintrag hier soll diesmal nur meinem Tag im Great Barrier Reef gewidmet sein! Denn, ich bin ganz stolz verkuenden zu duerfen, dass ich letzte Woche meinen Traum verwirklicht habe - ICH WAR TAUCHEN!!!!!!!!!!

Davon habe ich sooo lange getraeumt und endlich hab ichs getan! Im Moment gibt es wegen Regenzeit und dem ganzem Bla bla wenig Tourismus in Cairns und deshalb gehen besonders die Preise fuer Trips extrem runter. Eigentlich beginnt der Preis fuer einen normalen noch billigen Tauchkurs so ab 300 Dollar, aber nun liegt er bei nur 100 Dollar. Also wusste ich, die Zeit ist reif. Ich geh tauchen! Schnorcheln war ich ja schon auf den Whitesundays und seitdem wollte ich unbedingt tauchen gehen. Der Kurs ging nur fuer einen Tag. Wir sind morgens ungefaehr drei Stunden mit dem Schiff rausgefahren, die Sonne schien endlich mal und wir erreichten die ersten Inseln und Sandbaenke. Bei einer Sandbank, die unter Naturschutz stand, hielten wir an. Zuerst gab es ein bisschen Theorie, ueber zum Beispiel, was tue ich, wenn Wasser in meinem Mund oder in meine Tauchbrille kommt oder ein bisschen ueber  Zeichensprache zur Verstaendigung unter Wasser. Wichtig war auch, dass man unter Wasser nichts vom Riff anfaesst oder gar mitnimmt, da vieles sehr sehr giftig sein kann. Nur gucken. Dann wurden die Tauchkurse eingeteilt. Wer nicht dran war, konnte in der Zwischenzeit Schnorcheln gehen. Auch das war schon eigentlich klasse! Ich dachte ja schon das Riff bei den Whitesundays waere toll gewesen, aber das war eigentlich echt ein Witz! Das Great Barrier Reef ist das groeszte Riff der Welt, es beginnt unten in Bundaberg oder Brisbane, da bin ich mir jetzt nicht so sicher, und geht bis Papua Neuguinea! Und es waechst immer noch. Bei den Whitesundays das Riff gehoerte nicht zum Great Barrier Reef.

 Ich war einfach sprachlos und eigentlich brauche ich gar nicht erst anfangen, es zu beschreiben, denn ich weisz gar nicht wie! Das Wasser hellblau tuerkis, das Riff einfach riiieesig in so vielen verschiedenen Farben und Formen, sooo viele bunte Fische, teilweise ziemlich grosze Fische oder ganz ganz kleine, in krassen Neon Farben - schwimmen einfach um dich herum! Alles war einfach viel viel groeszer und staerker als das Riff bei den Whitesundays! Ich hatte fuer den Tag eine Unterwasserkamera gemietet, dass heiszt, ihr koennt euch spaeter alles angucken und wisst, was ich meine.

Dann war mein Tauchkurs dran - ich sollte fuer eine halbe Stunde mit meinem heissen Tauchlehrer, ein Franzose nebenbei bemerkt, unters Wasser gehen. Zunaechst einmal, die Ausruestung ist ziemlich schwer, aber, wenn man im Wasser ist, gehts eigentlich. Als ich zum erstem Mal unters Wasser kam, war es ein total komisches Gefuehl! Was mich besonders verwirrte war, also man soll ja ganz normal atmen wie ueber dem Wasser auch und dazu gehoert auch auszuatmen, aber, wenn man unter dem Wasser ausatmet, steigen ganz viele Blubbablasen um dich herum auf. Diese vielen Blubbablasen haben mich so sehr verwirrt, dass ich ernste Panik kriegte und schon ueberhaupt und gar nicht mehr wollte - dann hab ich aber gesehen, dass bei meinem Tauchlehrer auch diese Blubbablasen kommen und dass das wohl normal zu sein scheint. Also habe ich mich beruhigt. Von da an hab ich es eigentlich nur noch genossen. Anders war natuerlich, dass man anders als sonst, viel langsamer und tiefer atmen muss, aber das hab ich vom Schnorcheln schon gelernt. Ansonsten, es war einfach toll. Das Riff ist wirklich wunderschoen und all das gehoerte echt zu den besten Dingen, die ich je in meinem Leben gemacht hab. Ich kann gar nicht viel mehr sagen, es war einfach unbeschreiblich!

Leider ging die halbe Stunde viel zu schnell rum. Danach konnte ich wieder Schnorcheln gehen, aber das war kein Vergleich mehr. Fuer mich steht fest, wenn ich die Gelegenheit wieder habe, gehe ich unbedingt wieder tauchen!

Am Ende das Tages gab es sogar ein Zertifikat und leckeres Buffet, als Backpacker weisz man gutes Essen wirklich sehr zu schaetzen! Ich kann keine Nuddeln mehr sehen!!!!

Also, das wollte ich erzaehlen, nein eigentlich wollte ich prahlen: ICH WAR TAUCHEN IM GREAT BARRIER REEF

 

9.3.09 09:22


Waldbraende im Sueden - Ueberflutungen im Norden!

Nach langer Zeit gibt es wieder ein Hallo!

 So, nun gibt es auch wieder etwas von mir zu hoeren - ich hoffe ihr seid  nicht veraergert und immer noch gespannt Neues zu erfahren, denn ich hab auch viiiel zu erzaehlen!!!

Also die Zeit in dem Country Pub war wirklich eine wichtige Erfahrung und gehoert zu meinen australischsten Erlebnissen, wenn es so ein Wort gibt. Man kann wirklich sagen, es war mitten in der Walachei, in the middle of nowhere oder auch am Arsch der Welt. Ich musste zunaechst mit dem Bus 4 bis 5 Stunden noch weiter noerdlich fahren, mitten durch tropische Waelder hindurch, vereinzelte kleine Siedlungen, wilde Fluesse und Wasserfaelle, herrenlose Kuehe standen auf den Straszen und irgendwo eine halbe Stunde vor Cooktown ging eine Sandstrasze ab und fuehrte uns noch weiter in die Wahlachei ab zum Lions Den, dem besagtem Country Pub. Ich hab mich noch nie so fern von der Zivilisation gefuehlt!!! Ich hatte keinen Empfang auf dem Handy (nicht mal in Cooktwon hatte ich Empfang!!!) und Internet war nur fuer dem Besitzer des Pubs verfuegbar. Naja, dennoch war es irgendwie spannend und etwas voellig Neues. Der Pub ist ungefaehr 100 Jahre alt und ein wichtiger Treffpunkt fuer alle "Locals", derren naechster Nachbar teilweise kilometer weit entfernt wohnt! Teilweise heruntergekommen, aber es schien auch irgendwie zur Atmosphaere des Pubs zugehoren. Die Waende waren alle beinahe lueckenlos vollgeschrieben mit Leuten, die sich hier verewigt haben (Ich habe natuerlich auch meinen Namen hinterlassen!) und ueberall hingen komische Dinge wie Schlangenhaeuter, alte rostige Handschellen, alte schwarzweisz Fotos und ueberhaupt viel nutzloses Zeug. Ich hoffe ihr habt einen guten Eindruck bekommen - so ungefaehr muesst ihr euch den Lions Den vorstellen. Der Pub hatte eine riieesige Anlage, da es ja auch ein Hotel war, sodass es sogar so einen, also ich weisz gar nicht wie so ein Ding eigentlich heiszt, aber ihr kennt doch sicherlich diese kleinen Wagen, die Golfer benutzten, um rumzuduesen, ja?? Jedenfalls so ein Ding hatte das Lions Den, um zu den groszen Zelten zu fahren, die ueberall auf der Anlage, die um es noch mal zu betonen, echt riesig war, verteilt waren. Ja, geschlafen wurde in Zelten. Vorsichtig musste man jedoch bei dem wildem Fluss sein und mindestens 30 meter Abstand halten, da es dort Krokodile gab. Das klingt ziemlich krass fuer uns, ist aber hier, gerade hier oben in Queensland, total normal, da kraeht kein Hahn mehr nach. Ich hab auch mindestens drei mal eklige Spinnen gesehen, aber auch Tolles wie Papageie, die hier einfach frei rumfliegen. Gegenueber des Pubs lebt Jim, der ist ein Snakecatcher, also Schlangenfaenger. Wenn irgendjemand eine Schlange in seinem Haushalt findet, ruft er Jim an und der kommt, um sie einzufangen. So hat er einige, vor all Dingen ziemlich giftige Schlangen bei sich zu Hause, die wir uns angucken durften! Ihr seht also, warum das somit meine australischste Erfahrung war. Ich hatte wirklich das Gefuehl, das pure Australien zu erleben!

Dennoch gab es bald Probleme. Wie ihr bestimmt aus den Nachrichten erfahren habt, gibt es unten in Victoria, so heiszt der Staat ganz unten, schwere Buschbraende, bei dem viele Menschen gestorben sind und unglaublich viele Menschen ihr Haus und Gut verloren haben. Das alles ist ein schwerer Schock fuer Australier, es ist einer der schwersten Braende der Geschichte. Die Nachrichten sind hier voll davon, ueberall wird um Spenden gebeten und, da Australier wirklich bemerkenswert  solidar und hilfsbereit sind, kommt auch Einiges in Bewegung.
Was dadurch ein bisschen in den Weltnachrichten untergeht, ist, dass es hier oben in Queensland schwere Ueberflutungen gibt. Also genau das andere Extrem. Dadurch dass gerade Regenzeit herrscht, gibt es viele Zyklone und vor all Dingen schwere Zyklone. Das heiszt, es kann tagelang wie aus Eimern oder besser wie aus Tonnen von frueh bis spaet regnen. Wenn wir in Deutschland manchmal denken, fuenuenuenueh och mensch es regnet so viel, hat noch keine Regenzeit miterlebt! Die Folge ist, dass die Fluesse ueber die Ufer steigen und nun viele Siedlungen bis zu den Daechern und, das ist das besondere Uebel, die Straszen unter Wasser stehen. Warum gerade das so ein schweres Uebel ist? Australien ist riesig und die einzige und wichtige Verbindung zwischen vereinzelten Siedlungen ist die Strasze. Wenn nun also die Strasze praktisch nicht existiert, gibt es keine Versorgung mehr. Im Lions Den wurden die Lebensmittel knapp und vor all Dingen die Kunden, sodass wir nicht mehr gebraucht wurden. Mit ganz viel Glueck kamen wir noch nach Cairns. Aber auch Cairns war abgeschnitten. Das unheimlichste Gefuehl war fuer mich dabei in einen leeren Supermarkt zu kommen. Und wir sprechen hier von Cairns, die Supermaerkte sind hier echt riesig und ploetzlich sah ich ueberall leere Regale. Das was noch da war, war ueberteuert, teilweise zum doppelten oder dreifachen Preis. Und das in einem modernem Land wie Australien?????????? Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich bin doch nicht in Afrika! Also, ich muss aber auch sagen, das alles war unheimlich und einfach voellig neu fuer mich - ich meine sowas hab ich in Deutschland einfach noch nie erlebt. Supermaerkte sind seid ueber 60 Jahren nie leer oder man hat immer eine Wahl, was man kaufen will und ist nicht auf ueberteuerte Lebensmittel angewiesen - ABER ich hatte keine Angst. Ich hoffe, dass klingt alles auch nicht zu dramatisch fuer euch. Wie auch schon gesagt, Australien ist trotz seiner Extremen ein sehr modernes Land - hier verhungert keiner!!! Schon 2 bis 3 Tage spaeter wurden Schiffe geschickt und die Lebensmittellage hat sich wieder entspannt. Wobei eins muss ich doch sagen - als McDonals sogar keine Pommes mehr hatte, da hatte ich ernsthafte Sorgen!!!!!!!!!!!!!!!!!! Nein, nein, nein, alles war letztendlich halb so wild. Dennoch konnte immer noch keiner aus Cairns raus und keiner konnte rein, es sei denn man fliegt. Dennoch haben die Uberflutungen weitere Probleme mit sich gebracht. Viele Felder waren zerstoert, ein schwerer Schlag fuer die Ernte dieses Jahr und auch ein schwerer Schlag fuer viele Backpacker, die alle ihren Farmjob verloren haben. Ein weiteres Problem waren die Krokodile, da, als die Fluesse ueber die Ufer stiegen, natuerlich auch die Krokodile neues Territorium ausfindig machen konnten. Eine ernste Gefahr und so wurden zum Schutz viele Barrieren gebaut.

So, dies war der Stand vor zwei Wochen.... mittlerweile sind die Ueberfluntungen wieder vorbei, obwohl es wieder Warnungen ueber den neuen Zyklon gibt. Fuer die Menschen, die hier leben, ist das alles jedoch normal und weniger spektakulaer als fuer die Backpacker. Ich sehe das alles als wichtige Erfahrung, die andere ihr ganzes Leben nicht machen, was auch sein Gutes hat. Auch die Lage in Victoria mit den Buschbraenden hat sich entschaerft, wobei immer noch Feuer wueten.

All das macht mir wieder bewusst, wir haben in Deutschland wirklich ein sicheres Leben. Ich meine, auch wir leiden unter Naturkatastrophen, aber Australien, auch wenn es sicherlich ein modernes Land ist, kaempft es immer wieder mit Extremen. Seien es die jaehrlichen Buschbraende, die unzaehligen giftigen Tiere und Pflanzen usw. Eigentlich witzig ist, wenn ich einem Australier erklaere, dass wir in Deutschland eigentlich keine ernsten gefaehrlichen Tiere haben, ist die Reaktion immer : "Reeaally?? What??? No way!!!! No it all?? Seriously????? Shit!!!" Also so ungefaehr und genau so reagieren wir, wenn wir hoeren, dass es Krokodile hinter dem Garten im Fluss gibt. Es ist alles eine Gewohnheitssache.

 

9.3.09 08:15


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